Hysterisches Globusgefühl

Was soll ich gegen die Finanzkrise tun?/ Was ist wenn aber woanders gleichzeitig Bürgerkrieg
ausbricht und nebenbei die Revolution?/ Müsste ich nicht sofort auf die Straße, bei unserem
vorherrschenden Gesundheitssystem, ganz zu schweigen von dem Bildungssystem?/ Soll ich bei
einem palästinensischem Friedensprojekt mithelfen oder Hilfsprojekte für Obdachlose in Berlin
starten?/ Soll ich H&M oder Fairtrade Kleidung kaufen?/ Bio oder Containern?

Als Mensch in einer pluralisierten, überkomplexen Gesellschaft hat man es nicht leicht. Beim Versuch
etwas zu verbessern, entfremdet man sich zunehmend von den ursprünglichen Zielen.

Allzu häufig gerät man in eine Aktivitätsspirale, die zu nichts führt, als zu zwanghaften Handlungen
für die man eigentlich keine Zeit hat.

Auf der Grenze zwischen politischer Kunst und theatraler Agitation rufen die vier Performerinnen
von Hysterisches Globusgefühl mit der Demoperformance „Macht was: Macht nichts!“ zur aktiven
Handlungsverweigerung auf.

In Bochum werden sie vor der Paulskirche einen Schauplatz errichten, an dem sie für das Nichtstun
kämpfen. Mit Gesang, Diskussionen, Reden und einem Demonstrationszug verkünden sie ihre
Botschaft und fordern alle Anwesenden dazu auf, gemeinsam mit ihnen ‘Nichts zu machen’!

Hysterisches Globusgefühl