Anna Kpok

Dead Drops für Bochum

Vergiss die Cloud, wir teilen unsere Spuren des
011101010110 Lebens mit Technik aus dem letzten
Jahrtausend
mit
einem
lebendig
eingemauerten
Datenträger von Neunzehnhundertsechsundneunzig.
Aram Bartholl startete 2010 das Projekt Dead Drops,
bei dem ein USB Stick in eine Wand eingebaut wird und
zur anonymen Kommunikation aufgefordert wird.
Anna Kpok lässt Bochums Mitte teilhaben am Projekt
deaddrops.com.
Alle
können
ihre
Zeichen
dort
hinterlassen und wir sorgen für die Bekanntheit der
Orte und für die Inhalte.

usb sticks in der mauer

Bochum Eins

Einige Stücke Kreide, Geschenkband, eine große Schwarze
Fläche. Der Weg zwischen Innenstadt und Ehrenfeld,
unter der Brücke, deren Schienen in die Welt führen. Anna
Kpok eröffnet das analoge Gästebuch, fragil, abwaschbar
und
allen
zugänglich.
Die
Themen
bestimmen
die
Vorübergehenden, wir legen alle Kreide in ihre Hände.
Die Stadt wird zur Klotür, von „Anna + Daling = Liebe“,
„Abi ist doof“ bis zu „Begrabe dein Blackberry an der
Biegung der Ruhr“.

Kreide Gästebuch unter Bochum Eins

Die Tonne

"Erschöpft er das Mögliche, weil er selbst erschöpft ist,
oder ist er erschöpft, weil er das Mögliche erschöpft
hat?" (Deleuze)
Auf dem Weg, irgendwo, taucht ein Müllgroßbehälter
(MGB) auf. Es steigt etwas hinaus, was niemand hinein
geworfen hat, oder doch und wenn ja wer war das?
Anna Kpok schiebt sich durch die Stadt, trifft auf euch,
tritt heraus und verschwindet wieder. So könnten wir
leben, wenn wir leben könnten.

Eine Mülltonne